Klickbetrug

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Begriff

Im Bereich des Werbemarktes bezeichnet man mit Klickbetrug das absichtliche Klicken auf Online-Werbebanner oder andere Anzeigen, um die eigenen Werbeeinahmen zu erhöhen ohne dass wirkliches Interesse an den feilgebotenen Inhalten der Zielseite bestünde.

Teilweise wird auch willentlich auf Anzeigen von Personen oder Firmen geklickt, um diesen finanziellen Schaden zuzufügen (z.B. konkurrierendes Unternehmen oder Wahlkampfgegner). Klickbetrug tritt i.d.R. nur bei sog. Cost-per-Klick (CPC) Werbemodellen auf, bei denen nicht nach der Zahl der Einblendungen (Impressions) der Werbebanner, sondern nach den erfolgreichen Klicks abgerechnet wird.

Vorgehen

Die Durchführung der entsprechenden Klicks kann auf vielfältigem Wege geschehen: Während Einzelne bei den Klicks auf Banner ihrer eigenen Seiten nur vergleichsweise wenig Schaden beim Werbetreibenden hervorrufen, können die in letzter Zeit vermehrt auftretenden Hitbots oder Klickbots Hunderte bzw. Tausende Klicks innerhalb kurzer Zeit hervorrufen. Dabei handelt es sich um Computerprogramme, die z.B. als Trojanische Pferde bei fremden Rechner eingeschleust wurden und von dort aus selbsttätig klicken. Experten schätzen, dass mittlerweile bereits jeder fünfte Klick durch solche Software generiert wird.

Maßnahmen

Wenngleich Netzwerke mit CPC-Modellen durch ungültige Klicks (im Engl. “fraudulent clicks”) auf kurze Sicht einen höheren Umsatz erzielen, werden sie jedoch mittelbar durch dieses Verhalten geschädigt. So kann das Ansehen dieser Werbemaßnahme bzw. des entsprechenden Anbieters durchaus von den Betrügern getrübt werden, mit der Folge, dass weniger Keywords oder Banner geschaltet werden.

Welche Ausmaße die Problematik bereits angenommen hat, zeigt die Tatsache, dass sich unlängst die härtesten Konkurrenz im Online-Werbegeschäft zusammengetan haben, um in der “Click Measurement Working Group” das Phänomen zu bekämpfen.