Government Site Builder
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von Florian Fischer
Ausgangslage
Innerhalb der Bundesverwaltung existierten und existieren immer noch eine Vielzahl von verschiedenen Content-Management-Systemen. Es entstanden nach und nach die so genannten “Insellösungen”, da Eigenentwicklungen mit extern entwickelten Systemen bzw. marktüblichen Standardprodukten konkurrierten. Vor allem die Entwicklung ähnlicher Webauftritte führte aufgrund der großen Systemvielfalt zu sehr hohem Aufwand und dementsprechend hohen Kosten.
Entwicklung eines Content-Management-Systems
Mit dem Ziel der Entwickling einer einheitlichen Basiskomponente für die Webangebote der Bundesbehörden im Rahmen der E-Government Intiative BundOnline, bietet die Bundesverwaltung seit Januar 2003 das von der CoreMedia AG entwickelte Content-Management-System (CMS) speziell an. Mit diesem CMS soll die Vereinheitlichung der Technologielandschaft für die Internet-, Intranet- sowie Extranet -Aktivitäten der Bundesbehörden vorangetrieben werden. Dieses System ist seit Januar 2006 in der Version 3.0 verfügbar und wird mittlerweile von rund 50 Behörden (ca. 80 Webauftritte) mit steigender Tendenz eingesetzt. Der Goverment Site Builder (GSB) deckt alle gängigen Einsatzbereiche eines CMS in der Bundesverwaltung ab. Zu diesen können Auftritte von Verfassungsorganen, obersten Bundesbehörden, Behörden und anderen Einrichtungen des Bundes, Intranet- oder Extranetangebote sowie allgemeine Themenseiten gezählt werden.
Nutzungsszenarien
In den kommenden Jahren wird der GSB zum Standard-CMS für die Bundesverwaltung werden, da die Nutzung des GSB mit dem Kabinettbeschluss zur E-Governemt-Infrastruktur? für die Einrichtungen der Bundesverwaltung verpflichtend ist.
Das zugrunde liegende CMS kann lizenzkostenfrei von allen Bundesbehörden und von vom Bund getragenen Einrichtungen verwendet werden. Dies ermöglicht auch kleineren Einrichtungen die Nutzung einer umfassenden und günstigen Content-Management-Lösung. Eine Auflistung aller bezugsberechtigten kann auf der Homepage des Government Site Builders eingesehen werden.
Für entsprechende Projekte bietet die Bundesstelle für Informationstechnik (BIT) neben der Bereitstellung des Systems auch einen professionellen IT-Betrieb an.
Flexibilität und Modularität
Mit Hilfe des GSB können Content-Apllikationen von einfachen Websites bis hin zu komplexen Multi-Channel-Diensten in kürzester Zeit kostengünstig umgesetzt werden.
Die Konzeption der Bausteine erfolgte anhand der typischen Anforderungen von Behörden und enthalten beispielsweise fertige Layouttemplates oder Navigationskonzepte. Die Standardfunktionen eines CMS wurden mit originären Websitefunktionen wie z. B. Newsletter oder Suchfunktionen ergänzt. Grundsätzlich können die Behörden die Module frei nach ihren Anforderungen und Bedürfnissen zusammenstellen und konfigurieren.
Der GSB nutzt eine Client-Server-Architektur und unterscheidet zwischen Produktiv- und Livesystem. Die Erweiterung des Systems und die Anbindung externer Anwendungen wird durch offene Schnittstellen gefördert.
Barrierefreiheit und SAGA-Konformität
Zu den wichtigsten Eigenschaften zählen die Konformität zu den “Standards und Architekturen für eGovernment-Anwendungen” (SAGA) sowie die Möglichkeit der Erstellung barrierefreier Webseiten nach BITV.
Literatur und weiterführende Links
http://www.government-site-builder.de

