Bund Online 2005
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BundOnline 2005
BundOnline 2005 ist eine E-Government-Initiative der Bundesregierung mit dem Ziel, alle internetfähigen Dienstleistungen der Bundesverwaltung online bereitzustellen. Auf diese Weise soll dem Bürger und der Wirtschaft die Möglichkeit gegeben werden, die Dienstleistungen der Bundesverwaltung einfacher, schneller und kostengünstiger in Anspruch zu nehmen.
Historischer Überblick
Die Initiative BundOnline wurde im September 2000 von der Bundesregierung gestartet. BundOnline 2005 wurde dabei als ein wichtiger Bestandteil einer umfassenden Verwaltungsmodernisierungangesehen, die darauf abzielte, bis 2005 alle Dienstleistungen - sofern sie internetfähig sind -, die der Bund gegenüber Bürgern, den Ländern, den Kommunen und der Wirtschaft erbringt, online zur Verfügung zu stellen. In den vergangenen Jahren wurden daraufhin die Online-Abrufbarkeit von mehr als 400 Dienstleistungen in 15 Ressorts und über 100 nachgeordneten Behörden geplant und umgesetzt. Federführend war dabei das Bundesministerium des Innern, die zentrale Koordination oblag jedoch der Projektgruppe BundOnline.
Am 14. November 2001 wurde durch einen Kabinettsbeschluss “Masterplan” für die Umsetzung von E-Government verabschiedet. Er enthielt:
- einen Vorschlag, welche Dienstleistungen des Bundes in welchem Jahr des Umsetzungshorizontes 2002 bis 2005 online bereitgestellt werden sollen,
- einen Vorschlag, welche technischen Voraussetzungen und Standards, insbesondere für zentral bereitzustellende Komponenten, für die Sicherstellung einer zügigen und reibungslosen Umsetzung erforderlich sind, sowie
- die Ermittlung des Finanzbedarfs (top down) über die Jahre 2002 bis 2005 aufgeteilt auf die einzelnen Ressorts. Insgesamt erfordert die E-Government-Initiative finanzielle Mittel in Höhe von 1,43 (plus/minus 0,2) Mrd. Euro in den Jahren 2002 bis 2005.
Zum Ende des Jahres 2005 standen schließlich 440 Informations-, Kommunikations- und Transaktionsdienstleistungen des Bundes online zur Verfügung. Sie sind sowohl über die Internetseiten der jeweiligen Behörde erreichbar, als auch über http://www.bund.de, das zentrale Verwaltungsportal des Bundes.
In den kommenden Jahren sollen noch etwa weitere 68 Dienstleistungen aus dem BundOnline-Portfolio online gestellt werden, bereits online zur Verfügung stehende Dienstleistungen sollen stetig weiterentwickelt werden.
Ziel und Durchführung von BundOnline 2005
In erster Linie zielte die bislang größte E-Government-Initiative Europas darauf ab, dem Bundeshaushalt bei der Kosteneinsparung helfen und die Leistungsfähigkeit des Staates steigern. Bürger, Wirtschaft und Verwaltungen sollten auf die Dienstleistungen der Bundesverwaltung einfacher, schneller und kostengünstiger zugreifen können.
Eine wesentliche Aufgabe von BundOnline lag dabei in der Standardisierung der Anwendungen, um “kostenintensive und zeitraubende Parallelentwicklungen zu vermeiden, die Kompatibilität der Einzelsysteme sicherzustellen sowie die Unabhängigkeit von Softwareherstellern zu gewährleisten.”
Hierbei wurden zunächst zusammen mit den Standards und Architekturen für E-Government-Anwendungen die technischen Standards und die Integrationsprinzipien für die Initiative ausgearbeitet werden.
Dabei war insbesondere SAGA (Standards und Architekturen für E-Government) grundlegend für die meisten BundOnline-Projekte, die die Entwicklung von interoperablem E-Government in Deutschland fördern sollte.
Quelle: http://www.kbst.bund.de/Content/Egov/Initiativen/Bol/bol.html
In Verbindung mit dem Government Site Builder ist außerdem ein eigenes CMS entwickelt worden.

